Zeugnis eines erretteten Kampfsport-Meisters
"Im November 1993 traf ich eine Entscheidung, die mein Leben veränderte, und ebenso meine Betrachtungsweise gegenüber allen Dingen. Das war die Entscheidung, dass ich Jesus Christus als meinen Herrn und Heiland annahm. Nun! Hört einfach mal zu. Denn das möchte ich jetzt näher erklären. Ich behaupte nicht, dass ich dadurch, dass ich Jesus Christus annahm, mich damit gerettet habe. Ich gebe einfach die Tatsache an, dass sich mein Leben veränderte, als ich Gott suchte. Ich wurde in eine Familie geboren, die aus baptistischen Kirchengängern bestand. Mein Großvater war der Diakon und Pianist unserer kleinen Kirche in Pewaukee, Wisconsin. Soweit ich mich erinnern kann, fehlten wir nie einen Sonntag in der Kirche oder in der Sonntagsschule. Ich weiß selbst, dass bevor ich Gott kannte, kannte ER mich. Als ich 11 Jahre alt war, starb mein Großvater und aus den verschiedensten Gründen wurden wir Lutheraner. Ich wurde im Alter von 13 Jahren konfirmiert. Wieder besuchten wir treu unseren Gottesdienst und die Sonntagsschule. Als ich älter wurde und meine eigene Familie hatte, sorgte ich dafür, dass meine Kinder den Gottesdienst und die Sonntagsschule besuchten und ebenso konfirmiert wurden. Ich tat dies, weil es halt richtig war. Aber etwas fehlte in meinem Leben, etwas was die treue Anwesenheit in der Kirche mir nicht mal geben und mich damit erfüllen konnte. Ich konnte nicht identifizieren, was die Leere war, die ich fühlte. Aber sie war nichtsdestoweniger real, und ich musste sie einfach füllen. Also begann ich zu suchen. Ich dachte, dass ich die Antwort in der Kampfkunst gefunden hätte. Als ein ordnungshütender Polizeibeamter habe ich seit 1978 mit verschiedenen Selbstverteidigungssportarten und Kampfkünsten experimentiert. Viele meiner Studien waren Teil des Lehrplans eines jeden gut trainierten Polizeibeamten gewesen und einiges entwickelte sich durch das disziplinierte Studium und Training eines bestimmten Systems. 1992 begann ich in den fortgeschrittenen Stadien die geistlichen Aspekte der Kampfkunst zu studieren, womit ich dann anfing, mehr von meinem Geist erfahren und ebenso von der Sehnsucht meines eigenen Selbst, um etwas zu erfüllen, was in meinem Leben noch undefiniert ist.
Je mehr ich über die „versteckten Wahrheiten" vom Leben nachdachte, desto leerer begann ich mich zu fühlen. Mir wurde beigebracht, dass man die Wahrheit überall auf der Reise finden würde, die ich unternehmen würde, um danach zu suchen. Ich merkte bald, dass, wenn die Wahrheit abhängig von der einzelnen Reise ist, die jeder von uns unternimmt, dann gibt es keine absolute Wahrheit, und ohne die Hoffnung auf absolute Wahrheit gibt es keinen Platz für einen vollkommenen Schöpfer. Wenn es da etwas gab, worüber ich mir absolut sicher war, war es die Tatsache, dass ich ohne Jesus Christus und damit ohne jede absolute Sicherheit, errettet zu sein, um jeden Preis verloren wäre. Ich entdeckte bald, dass ich selbst zu den historischen Wahrheiten zurückkehrte, die in der Christenheit gefunden sind, und die mir in meinem jungen Alter gelehrt wurden. Noch einmal wurde Martin Luthers „kleiner Katechismus“ vom Brett genommen, abgestaubt und ihn wurde erlaubt, mich durch die Grundprinzipien der Heiligen Schrift, der Rettung durch Gnade, der Vergebung und der Reue, zu führen. Ich entdeckte auch, warum ich nach so langer Zeit dieses große leere Gefühl in mir hatte.
Ich hatte keine Beziehung, Liebe und Vertrauen zu Jesus Christus, das er so innig wünschte. Ich entdeckte dieses nach dem Lesen im Buch von Johannes Kapitel 15, Vers 1 bis17:
"Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner (Jesaja 5,1-7; Jeremia 2,21; Psalm 80,9-12) der alle unfruchtbaren Triebe abschneidet. Aber die fruchttragenden Reben beschneidet er sorgfältig, damit sie noch mehr Frucht bringen. Ihr gehört schon zu diesen guten Reben, weil ihr mein Wort angenommen habt. Bleibt fest mit mir verbunden, dann wird mein Leben in euch sein! Denn so wie eine Rebe nur dann Früchte tragen kann, wenn sie am Weinstock ist, so werdet auch ihr nur Frucht bringen, wenn ihr mit mir verbunden bleibt. Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wer bei mir bleibt, in dem bleibt mein Leben, und er wird viel Frucht tragen. Wer sich aber von mir trennt, kann nichts ausrichten. Wer ohne mich leben will, wird wie ein unfruchtbarer Trieb abgeschnitten und weggeworfen. Die verdorrten Triebe werden gesammelt, ins Feuer geworfen und verbrannt. Wenn ihr aber fest mit mir verbunden bleibt und euch nach meinem Wort richtet, dürft ihr von Gott erbitten, was ihr wollt; ihr werdet es erhalten. Gott wird dadurch verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und ihr euch so als meine wirklichen Jünger erweist. Wie mich der Vater liebt, so liebe ich euch. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meinen Geboten gehorcht, bleibt euch meine Liebe erhalten. Auch ich bin den Geboten meines Vaters gehorsam und lebe in seiner Liebe. Das alles sage ich euch, damit meine Freude euch ganz erfüllt und eure Freude dadurch vollkommen wird. Und so lautet mein Gebot: Ihr sollt einander so lieben, wie ich euch geliebt habe. Die größte Liebe beweist jemand, der sein Leben für die Freunde hingibt. Und ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch aufgetragen habe. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn einem Knecht sagt der Herr nicht, was er vorhat. Ihr aber seid meine Freunde; denn ich habe euch alles gesagt, was ich vom Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch zu mir gerufen, damit ihr hingeht und Frucht bringt, die bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, worum ihr ihn in meinem Namen bittet. Deshalb sage ich euch noch einmal: Ihr sollt einander lieben!"
Mit dieser neuen Beziehung zu Jesus Christus, die ich jetzt genoss, fühlte ich einen wachsenden Wunsch, die Botschaft zu verbreiten, dass Gott uns liebt! In der Tat liebt er uns so sehr, dass er seinen einzigen Sohn gab, der für uns starb, und das, wer jemals an dieses einfache Geschenk glaubt und es akzeptiert, nicht im Geist stirbt, aber ewig bei Gott im Himmel leben wird! Ich begann, nach einem Weg zu suchen, der wirklich einen Unterschied in meinem Umkreis ausmachen würde, nämlich Gottes Plan der Errettung an andere weiterzugeben. Ich dachte darüber nach, bei verschiedenen Vereinigungen und evangelikalen Richtungen mitmachen zu können, aber außer finanzielle Hilfe zu leisten, schien es nur wenige Möglichkeiten zu geben. Ich begann regelmäßig in St. James zu unterrichten, und ich wurde bei der christlichen Bildungsabteilung aktiv. Aber dieser Hunger, Gott dienen zu wollen, schien immer noch nicht befriedigt zu sein. Dann war es, als wenn eine Tür von Gott geöffnet wurde. Matthäus 25, 15 -30 (die Gaben gebrauchen, die Gott uns gegeben hat) wurde hier für mich Wirklichkeit. Ich muss also die Talente gebrauchen, die Gott mir schon gegeben hat. Wo ich gepflanzt wurde, musste ich nun auch blühen. Plötzlich wurde die Welt der Kampfkunst, die mich für Jahre faszinierte, aber keine wahren Antworten bieten konnte, nämlich ein Werkzeug in meiner Hand. Ich wusste, dass es eine Möglichkeit geben musste, sie zu verwenden, um Gott die Ehre zu geben und die Jugend mit dem Evangelium zu erreichen und zu lehren! Mit der Hilfe und Richtung des Pastors Bruce Jeske und den Ältesten der Gemeinde wurde die Idee bald Realität. Nicht nur die Gruppe begann zu wachsen, (wir haben jetzt Donnerstags – und Freitags Abendunterricht), sondern das Wort Gottes wurde eifrigst von Schülern und Eltern gleichermaßen aufgenommen. Heute, wenn ich zurück blicke, bin ich erstaunt, was Gott mit dieser Vereinigung getan hat. In weniger als 6 Jahren sind wir in der Lage gewesen, das Evangelium an über 275 Kindern und Familien in unserer Ortsgemeinde mitzuteilen. Von diesen kann mehr als die Hälfte als „nichtkirchlich“ bezeichnet werden. Regelmäßig praktizieren und lehren wir aus der Bibel und einer zusammengefassten Version von Martin Luthers kleinen Katechismus, wie Martin Luther vor einiger Zeit gefordert hatte. Uns ist es gegeben ein bisschen Freude und Liebe zu bringen, einmal die Woche, an ein paar Kinder, die von dem einen oder anderen herzlich wenig wissen; waren wir nicht dort jeden Abend, Donnerstags und Freitags. Rückblickend ist unser Erfolg, so viele junge Menschen in unserer Ortsgemeinde mit dem Evangelium zu erreichen, nicht auf die Popularität der Kampfkünste, oder meiner hervorragenden Fähigkeit, eine Beziehung zu den jungen Menschen von heute, aufzubauen zurückzuführen (es ist alles andere als hervorragend). Es ist eher so, auch wir, die wir helfen diese Gemeinde zu führen, einfach Gott die Möglichkeit gibt, unsere Zeit und unser Talent IHM zur Ehre in einer gewissen Art gebraucht.
Ich glaube wirklich, dass wenn ich in einem anderen evangelischen oder sogar katholischen Hintergründen aufgewachsen wäre, oder wenn ich den Segen gehabt hätte mit einem Talent Tischtennis zu lehren und zu spielen oder auch irgend etwas anderes; Gott hätte mich genauso effektiv gebraucht, wenn ich es ihm nur erlaubt hätte.
Mein Freund! Möchtest Du nicht auch, dass Gott mit Dir etwas vorhat?
In Seinem Dienste
Sifu Brian T. Henderson"
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