Lazar Boskovic

DruckversionDruckversion

Der WKF-Weltmeister (World Karate Federation) des Jahres 2000 Lazar Boskovic war vierzehn Jahre alt, als er zum ersten Mal mit Karate in Berührung kam. Sein Interesse galt zu dieser Zeit auch anderen Sportarten wie Basketball und Schwimmen, womit er jedoch kurze Zeit nach Beginn des Karatetrainings aufhörte. Sport zu treiben, bedeutet für ihn, seinen Körper zu pflegen, ihm einen Sinn zu geben und das Bewusstsein zu haben, dass der Körper eine Funktion haben kann. "Die Sinnfindung durch den Sport stellt etwas Positives und Konstruktives dar, müsste demnach dem Menschen Freude bereiten," erklärt er seine Einstellung dazu.

Zu seinen schönsten Erlebnissen zählt Lazar Boskovic die Siege im Karate auf verschiedenen Meisterschaften und die damit verbundenen Reisen ins Ausland. Ein besonderer Höhepunkt war für ihn die Teilnahme an der WM 1998 in Rio de Janeiro. Lazar Boskovic weiß kein direktes Vorbild zu nennen. "Viele Menschen können einen prägen und von manchen Menschen kann man sehr viel lernen", sagt er dazu.

Lazar Boskovic ist sehr motiviert, "nach körperlichen Höchstleistungen zu streben", wie er es ausdrückt. Ab Januar 2000 wird er in der Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen sein und dort zwischen sechs- und zwölfmal wöchentlich trainieren. Ein entsprechendes Trainingsprogramm ist für ihn von Andreas Horn in Zusammenarbeit mit Günter Mohr erarbeitet worden.

Lazar hat nationale und internationale Erfolge in der Kumite-Klasse bis 65 kg erreicht. Nach seinem erfolgreichen Studium als Diplom-Ingenieur möchte er noch promovieren. Als gläubiger Christ ist er auch aktiv in einer freikirchlichen Gemeinde.

Von Lazar ist ein Video erschienen mit dem Titel "WM-Training mit Karate-Weltmeister Lazar Boskovic". 

Hier ein Auszug eines Interviews, das in der Zeitschrift Kampfkunst International erschienen ist:

Frage: "Worauf führst Du Deinen Erfolg zurück?"

Lazar: "Ein weiterer Punkt, der mitunter auch mein Leben außerhalb des Sports verändert hat, ist das Geschenk, an meinen Herrn, unserem Gott glauben zu können und ihn von ganzem Herzen zu lieben. Ich bin im Monat September 2000 gläubig geworden. Sieben Jahre habe ich mich mit der Frage nach dem biblischen Gott auseinandergesetzt. Einer meiner besten Freunde ist gläubiger Christ und hat mich während dieser Zeit begleitet in vielen Diskussionen und Gebeten. Am Tag der Weltmeisterschaft habe ich mein ganzes Vertrauen auf Gott gelegt und habe ihn über Sieg oder
Niederlage entscheiden lassen. Ich habe ihm vertraut und dieses Vertrauen hat mir auch die Ruhe gegeben, unabhängig deren, ob ich jetzt verloren oder gewonnen hätte. Er hat mir den Sieg geschenkt, dafür danke ich ihm von ganzem Herzen. Den folgenden Vers habe ich am Tag der WM gelesen: Jeder aber, der sich am Wettkampf beteiligt, ist enthaltsam in allem - jene, um einen vergänglichen Siegeskranz zu empfangen, wir aber einen unvergänglichen (1. Korinther 9, 25)".

Frage: "Welches waren und sind Deine Vorbilder?"

Lazar: "Seitdem ich gläubig bin ist Gott mein Vorbild. Ich bin bestrebt, seinem Willen nachzukommen und so zu leben, wie er es möchte. Die Bibel sagt zwar auch, dass der Mensch unvollkommen, d. h. dass er sündig, also gegen den Willen Gottes handelt, aber die Bibel sagt auch, dass Gott einem vergibt, wen man die Sünde erkennt und Buße tut im Gebet zu ihm. Man muss also seine Unvollkommenheit akzeptieren und sich aber auch bemühen, ihm zu gefallen."

 

Lesen Sie hier seinen persönlichen Lebensbericht:

Ich möchte mit folgendem Zeugnis jeden Menschen, der meint, dass es mehr gibt, als nur ein Leben auf dieser Welt, alle diejenigen, die meinen, dass es einen großen Schöpfer dieser unserer Welt gibt, das erklären, was mein Leben verändert hat, was mich dazu bewogen hat, heute anders zu denken wie ich es die letzten Jahre über getan habe.

Ich habe mit 14 Jahren die Sportart Karate begonnen. Von 1990 bis 1993 war ich einmal Deutscher Meister in der Jugend, viermal bei den Junioren und einmal bei den Senioren.
Ich habe 1994 dann die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen, startete im selben Jahr auf der Junioren- und Senioren Europameisterschaft und habe mich aufgrund der Doppelbelastung Studium - Sport, persönlicher Schwierigkeiten als auch Enttäuschungen vom Sport verabschiedet.
Ich legte eine Wettkampfpause von über 2 Jahren ein, bevor ich 1997 wieder mit vereinzeltem Karatetraining begann.
Während meines zweijährigen Aufenthaltes in Frankreich war die Lust am Leistungssport wieder da, so dass ich mich darum bemüht habe, im Anschluss an mein Studium bei der Bundeswehr in die Sportfördergruppe aufgenommen zu werden.
Ich konnte im Jahr 2000 die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Im Herbst desselbigen Jahres habe ich dann in der Münchener Olympiahalle vor 12000 Zuschauern den Weltmeistertitel in der Gewichtsklasse bis 65 kg geholt.

Ich weiß noch wie ich es im letzten Jahr auf dem Gymnasium kaum erwarten konnte, aus Oberschwaben in die Metropole München zu ziehen. Ich habe gehofft, dort Menschen zu treffen, die offener wären. Menschen, die feinfühlig über das Leben nachdenken, Altersgenossen, die tiefer ins Leben blicken und mit denen ich eine herzliche Gemeinschaft voller Lebensfreude haben könnte.
Am Tag meiner Einschreibung an der Münchener Uni musste ich leider feststellen, dass meine Mitstudenten keineswegs tiefsinniger waren als meine Kameraden der Abitursklasse. Als ich dann noch die Unitoiletten mit den derben Sprüchen und dem perversen Wandgekritzel zu Gesicht bekam, war der Traum einer wunderbaren Uni- Welt schnell verflogen.

Ich habe zu jener Zeit nicht an Gott geglaubt. Ich habe auf das Gute im Menschen gehofft. Meine Lebensphilosophie stützte sich damals auf eine „gesunde“ Bodenständigkeit, die das Gute toleriert.
Alles was ich nicht erfassen konnte wie Liebe, Glaube, Gefühle,......, war wie ein Nebel, in dem ich mich hin und wieder hineinbegab. Trotz allem versuchte ich immer den Kontakt zum Boden (Schlafen, Essen, Trinken,...) beizubehalten, um mich bei meinen Nebelwanderungen nicht zu verirren.

Gleich zu Beginn lernte ich einen Studienkameraden kennen, der gläubiger Christ ist.
Er wurde mir in jener Zeit ein richtiger Freund. Ich konnte mit ihm während unser vollbepackten Studienzeit des öfteren Zeit damit verbringen, Gedanken über das Leben auszutauschen. Was mich jedoch störte war, dass er Gott als seinen Herrn ansah.
Jesus Christus war derjenige, auf den er sein Leben aufbaute. Ich konnte es nicht fassen, wie er sich jemandem unterordnen konnte. Die Frage nach Gott gehörte für mich in den Nebel hinein, in dem ich mich verirren konnte. Gott war für mich nichts Bodenständiges.

Die Zeit verflog, unsere Freundschaft blieb, ohne dass sich in meiner Lebenseinstellung etwas Grundsätzliches geändert hätte. Ich muss sagen, dass mir diese Freundschaft sehr viel bedeutet hat, denn er war für mich der Mensch, der mehr über das Leben nachdachte als die meisten meiner guten Freunde und Bekannten. Er glaubte auch an das Gute, nur das Gute war bei ihm Gott.

Vier Jahre sollten wir gemeinsam studieren. Ich lebte ein weltliches Leben mit einer längeren Liebesbeziehung, anschließender Trennung, kleineren Liebschaften, wieder Trennungen, Partys, usw.
Ich muss sagen, dass es eine bewegte Zeit war. Meine Lebensphilosophie gab mir immer wieder Kraft, nicht am Leben zu verzagen. Gott war noch in weiter Ferne. Der Glaube, das Gute im Menschen zu finden, war immer noch da. Ich war traurig über die vielen Enttäuschungen, über das Böse in dieser Welt, doch aufgeben wollte ich noch nicht.

Dann zog ich nach Paris.
Mein Freund und ich schrieben uns gelegentlich und blieben weiterhin in Kontakt.
Paris wird oft als die „Stadt der Liebe“ bezeichnet.
Ich wollte von den Vorzügen der Stadt auch etwas abbekommen. Eine Affäre zu haben war mir damals gar nicht zuwider. Es fand in mir ein Kampf statt, da ich spürte, dass diese Vorzüge trügerisch und irgendwie keinen Sinn offenbarten.

Es war keine einfache Zeit.
Es fand um mich herum ein unsichtbarer Kampf statt.
Ich wollte nicht vor Gott kapitulieren und wollte eben mein eigener Herr sein.
Während dieser zwei Jahre in Paris erkannte ich, dass das Studium mir keinen Frieden und Erfüllung in mein Herz geben konnte.
Ich dachte an die Zeit zurück, als ich große Erfolge im Karate feiern konnte, an das gute Gefühl zu siegen und an die Anerkennung.
Das Studium und die Arbeitswelt erschienen mir im Vergleich dazu so trostlos.
Ich entschied mich, nach meinem Abschluss, nach Deutschland zurückzukehren, um bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr wieder in den Leistungssport einzusteigen.

Als ich wieder in Ravensburg war, stellten sich durch das intensive Training auch wieder die ersten Erfolge ein.
Ich wurde Deutscher Meister und hatte international wieder Anschluss an die Spitze gefunden.

Prägnant war für mich der Sommer 2000, denn ich lebte wie des öfteren in den letzten Jahren, wieder leer und lustlos in den Tag hinein. Irgendwie merkte ich, dass der Sport mir auch nicht den tiefen Frieden geben konnte, nach dem sich mein Herz sehnte. Die Leere, die mich die letzten Jahre immer wieder verfolgte, übermannte mich ein weiteres mal. Ich spürte keine Liebe in mir und mein Gewissen war mir ein großes Rätsel.
Ich wusste nicht, was mich aus dieser inneren Gehaltlosigkeit und aus dieser Hoffnungslosigkeit befreien konnte.

Es hat sich dann auch ergeben, dass die Frage nach Gott wieder näher in mein Leben rückte.
Ich wollte mehr wissen.
Daraufhin habe ich mir Bücher über die verschiedensten Religionen und Glaubensrichtungen zugelegt.
Meine Schwester wurde gläubig und ich besuchte eines Tages ihre Gemeinde
Dort wurde mir ein Buch über das Christentum aus biblischer Sicht geschenkt.
Gott wirkte und ich ertappte mich einige Male vor dem Schlafengehen beim Beten.
Ich weiß noch, wie ich sagte: „Lazar, zu wem betest du überhaupt. Das kannst du doch nicht machen, jemanden einfach so anbeten“.
Ich sagte aber auch: „Herr, hilf mir“. Es war eben ein erbitterter Kampf und Gott war so nahe.

An einem Septemberabend in München aß ich mit einem Freund zu Abend und er erzählte mir von seinen Schwierigkeiten bei der Arbeit.
Zu meiner eigenen Überraschung entgegnete ich ihm:„Weißt du, ich bin gläubig und ich sehe das folgendermaßen......“.
Während ich den Satz, dass ich gläubig sei, aussprach, ohne es bewusst sagen zu wollen, fuhr ich fort, ohne mich zu korrigieren. Ich hatte es einfach akzeptiert und mich somit entschieden: Jesus Christus wurde mein Herr. Jesus Christus war für mich als Sünder ans Kreuz gegangen, um mich zu retten. Er hat mein Schuld auf sich geladen.
Jesus Christus war für einen Sünder wie mich ans Kreuz gegangen, um mich zu retten. Er hat meine Schuld auf sich geladen.
Er füllte meine Leere und gab mir den Frieden nach dem ich so lange gesucht hatte.

Mein Leben ist von da ab ein Neues. Ich liebe Gott über alles. Ich liebe sein Wort: Die Bibel. Ich bin mir bewusst, wie unvollkommen und sündhaft ich noch immer bin. Ich bedarf täglich Seiner Gnade, Seiner Weisheit und Seiner Liebe.
Ich bin abhängig von Ihm und das ist gut so. Er führt mich so wunderbar; Er vergibt mir wenn ich ohne Ihn handle und wenn die alte Natur wieder auftaucht, um mich von Ihm wegzuziehen.

Geliebter HERR, welch Wohltat
DU mir tatest,
als betrübt mein Herz nach
Frieden schrie,
als irdische Verwirrung mich
umkreiste,
als der Feind mir Schmerz ins
Tiefste spie,
als nur ward Hoffnungslosigkeit
im Geiste.

Geliebter HERR, welch Wunder
DU mir tatest,
denn spür ich nun des Herzens
Frieden,
denn erkenn ich nun den
Weltengang,
denn weiß ich mich vom Feind
geschieden,
denn Hoffnung ist dort, wo
DU entlang

 

Von Lazar ist ein Video erschienen mit dem Titel "WM-Training mit Karate-Weltmeister Lazar Boskovic". Das Video bekommt man bei: Budo Life Limited, Am Wiesenbusch 15, 45966 Gladbeck, Telefax: 02043 298813 

Es kostet 30 Euro plus 4,50 Euro für Versandkosten. Die Lieferung erfolgt nach Vorauszahlung auf folgendes Konto: Sparkasse Essen, Kt.Nr.: 225888, BLZ: 36050105

Möchten Sie mehr über Jesus Christus und die Zukunft wissen? Hier erfahren Sie mehr!